2026-09-20 Wangenbourg - Oberhaslach

GR53, unser Tag 8. Eine kurze Etappe, die sich als überraschend sperrig herausstellt. Am Ziel angekommen klärt sich mit Hilfe unseres Gastgebers die Strategie für den langen Folgetag.

Blick steil nach oben auf die mit Hainbuchen bewachsene Mauer des Chateau Nideck

Man sollte die kleinen Dinge im Leben nicht unterschätzen, z. B. die kleinste Wanderung der Woche von Wangenbourg nach Oberhaslach. Und damit meine ich jetzt nicht mal das Wandererlebnis, sondern die schlappen 15 Kilo- und etwa 600 Höhenmeter. Wenn man das nämlich auf die leichte Schulter nimmt und das Wetter zusätzlich etwas schwül wird, dann kann es schonmal sein, dass le Säcke-Rücke zu drücken beginnt und die Füße schwer werden...

Aber zuerst geht es los in Wangenbourg beim Hotel Le Parc mit seinen tollen Gebäuden.

Zumindest die erste Hälfte der Wanderung war sehr schön. Ab der Burg Nideck wurde es aber dann recht voll (immerhin: Sonntag) und unterhalb des vielbesuchten Wasserfalls, führt der Weg dann einfach parallel zur Straße talauswärts bis man halt da ist.

In Oberhaslach tobt jetzt auch nicht gerade der Bär, aber schön war's bei Sylvain. Der ist bildender Künstler, erstellt Skulpturen und betreibt nebenbei auch noch ein kleines, furchtbar gemütliches Hotel, das Relais des Marches de l'Est. Wir saßen hinten im Garten, ließen uns unser verdientes Bier schmecken und machten die Tour des nächsten Tages klar. Die Rahmenbedingungen: 27 Kilometer, 1100 Höhenmeter, Abholung am Col du Donon mit dem Taxi um 16:00. Zum Glück weiß Sylvain, dass wir gleich zu Beginn nicht nach Urmatt gehen müssen. Der GR führt da nur hin, weil da häufig übernachtet wird. Wollen wir aber nicht, wir sind ja schon in Oberhaslach, schwupp drei Kilometer gespart. "Soll ich euch das Frühstück heute Abend schon richten?", ah oui d'accord, Frühstück um 6, abgemacht! Dann schaffen wir es bis um 4 auch zum Col 😉.

Aber spannend bleibt die Sache mit dem Taxi trotzdem...