2026-09-18 La Petite-Pierre - Saverne
Die sechste Etappe unserer Wanderung über den GR53: Wir gehen von La Petite-Pierre nach Saverne. Schreck unterwegs: wir haben unseren Wanderbegleiter verloren. Glücklicherweise taucht er nach einiger Suche wieder auf.
Und wo wir gerade übers Essen gesprochen haben, da kommt die berühmte Ausnahme ins Spiel: das Lion d'Or in Petite-Pierre. Also: schlecht war's da auch nicht, aber der preisliche Anspruch lag über dem des K. in Reipertswiller während die kulinarische Leistung eine Galaxie davon entfernt war. Und leider traf das auch auf das Hotel selbst zu. Das Problem ist möglicherweise, dass das immer noch ausreichend für den typischen Bustourismus ist, so dass ein richtiger Druck zur Erneuerung nicht entsteht. Aber wo das Couronne in Wissembourg immerhin einen liebevoll eingerichteten Gast- und Frühstücksraum hat, der über die Teppiche aus der Mitte des letzten Jahrtausends hinwegsehen lässt, hat der Goldene Löwe das gewisse Nichts und ich finde es immer bezeichnend, wenn die Schnapsbar auf dem Wägelchen beim Frühstück mitten im Raum steht... 😄😄
Immerhin: auch hier waren die Matratzen gut und das ist ja immerhin viel wert auf so einer Reise!



Heute sind wir dann nach Saverne gewandert. Meine Erwartungen an die Tour waren nicht allzu hoch. Ich dachte, da müssen wir halt hin, weil das der Endpunkt der ersten und der Ausgangspunkt der zweiten Woche ist, und die Wochen häufig getrennt voneinander gebucht werden. Aber tatsächlich war die Wanderung überwiegend schön.
Etwa in der Mitte haben wir die Maisons des Rochers in Graufthal besichtigt, wo bis Ende der 50er Jahre noch jemand gewohnt hat (die "Felsekaeth"). Fast hätten die Felsenwohnungen an diesem Tag aber einen neuen Bewohner bekommen, denn Bärnhard saß plötzlich nicht mehr im Rucksack. Wir haben la dame à la caisse rebellisch gemacht und sämtliche anderen Besucher auch und tatsächlich ist er dann nach einer halben Stunde zum Glück wieder aufgetaucht. Der anschließende Regen hat uns dann gar nichts mehr ausgemacht...
Den letzten Abschnitt mussten wir uns wegen Waldarbeiten selbst suchen, was aber kein Problem war. Das war nicht das einzige Mal und lässt sich halt auch nicht immer vermeiden, so dass die grundsätzliche Empfehlung schon lautet, dass man bei so einer Unternehmung eine Kartenapp auf dem Handy haben und auch damit umgehen können sollte. Die meisten verwenden da heutzutage Komoot. Ich halte davon nichts sondern nehme lieber die Locus App, die ich auch rundherum empfehlenswert finde. Falls jemand einen sinnvollen Einstellungssatz dafür benötigt, bitte bei mir melden.
Saverne selbst ist ein absolut bezauberndes Städtchen. Wir saßen am Hafen (des Canal de la Marne au Rhin bzw. dessen Marina) in der Terrasse White und haben in der warmen Nachmittagssonne den Blick über das Geschehen genossen sowie ein lokales Bière blonde pression und einen Kübel Nachos mit Salsa und Guacamole.
An dieser Stelle: Danke an Isabel Tavernier von Traces (unserer Reiseagentur) und ihrem Team für den tollen Tipp! Wie überhaupt für die super Unterstützung und alles! Isabel war jederzeit erreichbar, sie hat uns sogar einmal mit einer telefonischen Reservierung im Restaurant unterstützt, wir haben uns bei ihr rundherum gut aufgehoben gefühlt und alles hat gut geklappt!
Abends dann mal ganz anders: Flammkuchen und Rösti in einem kleinen Restaurant am Flussufer. Übernachtet haben wir im Chez Jean, auch das sehr empfehlenswert.
Wenn wir mal wieder ins Elsass fahren (und das werden wir): Saverne ist dabei!
Ein schöner Tag!





