2026-09-18 La Petite-Pierre - Saverne
Und wo wir gerade über's Essen gesprochen haben, da kommt die berühmte Ausnahme ins Spiel: das Lion d'Or in Petite-Pierre. Also: schlecht war's da auch nicht, aber der preisliche Anspruch lag über dem des K. in Reipertswiller, aber die kulinarische Leistung war leider eine Galaxie davon entfernt. Und leider traf das auch auf das Hotel selbst zu. Das Problem ist möglicherweise, dass das immer noch ausreichend für den typischen Bustourismus ist, so dass ein richtiger Druck zur Erneuerung nicht entsteht. Aber wo das Couronne in Wissembourg immerhin noch einen liebevoll eingerichteten Gast- und Frühstücksraum hat, der über die Teppiche aus der Mitte des letzten Jahrtausends hinwegsehen lässt, hat der Goldene Löwe das gewisse Nichts und ich finde es auch immer bezeichnend, wenn die Schnapsbar auf einem Wägelchen auch beim Frühstück mitten im Raum steht... 😄😄
Immerhin: auch hier waren die Matratzen gut und das ist ja auch ganz viel wert auf so einer Reise!



Heute sind wir dann nach Saverne gewandert. Meine Erwartungen an die Tour waren nicht allzu hoch, weil ich dachte, da müssen wir halt hin, weil das der Endpunkt der ersten und der Ausgangspunkt der zweiten Woche ist, und die Wochen häufig getrennt voneinander gebucht werden. Aber tatsächlich war die Wanderung überwiegend schön, besonders der letzte Abschnitt, wo es dann runter ging in die Stadt. Und Saverne selbst ist ein absolut bezauberndes Städtchen. Wir saßen am Hafen (der Zorn, eigentlich nur ein kleines Flüsschen, aber es gibt eine Marina) und haben in der warmen Nachmittagssonne den Blick über das Geschehen genossen sowie ein lokales Bière blonde à la pression und einen Kübel Nachos mit Salsa und Guacamole. Wenn wir mal wieder ins Elsass fahren (und das werden wir): Saverne ist dabei!
Abends dann mal ganz anders: Flammkuchen und Rösti in einem kleinen Restaurant am Flussufer. Ein schöner Tag!





