2026-04-25 Aljezur - Arrifana
Wir sind jetzt sieben Tage unterwegs. Zeit für ein kleines Zwischenfazit. Es ist schön hier, mir gefällt's ganz außerordentlich.
Welche Etappe hat mir bisher am besten gefallen? Nun, ich bin jemand, der schnell von etwas begeistert ist. Waren 5 Tage objektiv betrachtet gleich attraktiv, und man fragt mich, werde ich immer sagen, "Der fünfte Tag" 😄.
Aber klar gibt's ein paar Faktoren: lange Strecken am Meer, wenig stupides Geradeaus-Marschieren. Dazu das Wetter, der Wind, die Brandung, Unterkunft und Verpflegung. So insgesamt würde ich sagen: der heutige Tag war's. Aber: siehe oben 😉.








Unsere Unterkünfte waren bisher okay bis super. Gleiches gilt für das Essen (mit Tendenz zu super). In Aljezur waren wir jetzt zweimal im Varzea und ich kann mich nicht erinnern, in einem Restaurant jemals besser gegessen zu haben. Dabei haben wir nichts exotisches gegessen: etwas Thunfisch mit Gemüsetopping und Salat, Entrecote bzw. Spanferkel jeweils mit Pommes Frittes. Dips. Zum Nachtisch Süßkartoffel-Bonbons (auch das hier nicht exotisch). Einfach, aber ich hätte weinen können vor Begeisterung...
Die Preise sind für das gebotene im Rahmen. Man zahlt schon mehr als daheim, aber man bekommt halt auch mehr. Und die Zeiten, wo man sich als Deutscher im europäischen Ausland als wohlhabend empfinden konnte, die sind halt leider vorbei. Inzwischen ist eher das Gegenteil der Fall... BTW: die Straßen sind hier in einem gepflegten Zustand, die Ortschaften sauber und der öffentliche Verkehr ist pünktlich...
Die Blumen sind auch schön hier. Dass es davon nur wenige Bilder gibt liegt einfach daran, dass wir in der Regel zwischen etwa 9 und 4 unterwegs sind. Die Sonne kommt hier im Süden direkt von oben. Keine guten Bedingungen zum Fotografieren von Blümchen... Aber man hat mitunter das Gefühl, durch einen botanischen Garten zu gehen, das ist schon toll!









Apropos Fotografieren: für die Ausrüstung ist das ein ziemlicher Stress. Die zentimeterdicke Melasse-artige Schicht aus Sonnencreme, Staub, Salz und Schweiß, die am Körper im Laufe des Tages entsteht, legt sich dann auch irgendwann auf die Kamera.
Tatsächlich hatte ich mir überlegt, ob ich wirklich mein bestes Objektiv in den Urlaub mitnehmen sollte, aber Fotografieren ist nun mal ein teures Hobby und das Zeug ist letztlich Verbrauchsmaterial. Die teuerste Linse ist die, die in der Vitrine steht und nicht benutzt wird. Robert Capa hat sich auch nicht überlegt, wie er sein Material am besten schont.
Außerdem bin ich ein 50mm-Guy (okay, das ist ein 33er Objektiv, aber mit APS-C... ich erspar uns das jetzt...)








Wirklich nett ist auch, dass man Mitwanderer kennenlernt. Ich hab jetzt aktuell kein Bild, aber ich meine euch, Ladies, Andrea and Pauline from Portland, OR.










Man merkt, wir sind in Italien: al Dente, der Kampfruf der italienischen Pizzabäcker 😁