2026-05-12 Tanzschul-Erinnerungen

Eine ironische Beschreibung der perfekten Art und Weise, einen Blumenstrauß zu übergeben. Zusammen mit einigen Bildern von Margeriten im Garten.

Eine einzelne Margeritenblüte vor grünem, verschwommenem Hintergrund, aufgenommen als High-Key

Ich hab's gesagt, es gibt nur noch Blumen und Lebensmittel 😁. Aber immerhin bin ich bereits im Mai und habe durchgehalten!!

Und zum Thema Blumen und weil neulich Muttertag war, wollte ich ohnehin noch was loswerden: Ich musste neulich an meine Tanzschulzeit denken, da war ich 17 oder so und beim Neubeck in der Lindwurmstraße. Ich hab's nur bis Bronze geschafft und man sollte meinen, dass mit der Erinnerung an die Tanztechnik auch die an die Tanzlehrer verblasst ist, aber weit gefehlt! Ich kann mich noch sehr gut an den Joe erinnern, der hat uns nämlich erklärt, wie man einen Blumenstrauß richtig übergibt, und dieses Wissen hab ich für das Leben mitgenommen.

Es ging damals natürlich um den Abschlussball, aber eigentlich ist das wurscht, deshalb ist mir das vermutlich anlässlich des Muttertags wieder eingefallen.

Also!

Man kann das ganze Prozedere in drei Phasen aufteilen: Vorbereitung, Verhalten an der Tür und die eigentliche Übergabe. Und in jeder lassen sich Fehler machen. Ich erkläre hier, wie es richtig geht.

In der Vorbereitung ist es wichtig, den Blumenstrauß nicht auszupacken. Er muss unbedingt eingewickelt bleiben. Kauft man einen billigen im Supermarkt ist das leider nur durchsichtige Folie, viel besser sind die Sträuße vom Floristen, die sind nämlich blickdicht verpackt. Also: das Papier bleibt dran!

Wenn man dann an der Tür steht und klingelt, sollte man bereits darauf achten, dass man den Strauß richtig hält: die Stängel sind oben, die Blüten unten. So hat man ihn vermutlich auch transportiert, weil schonender. Und so muss er auch bleiben.

Nachdem man dann geklingelt hat, ist es wichtig, ungefähr einen Meter von der Tür zurückzutreten, sonst kann der Abend in einer Katastrophe enden. Ich erkläre gleich warum.

Öffnet sich die Tür dann (und steht die Adressatin des Blumenstraußes im Rahmen), ist eine gewisse Hirn/Muskel-Koordination gefragt: der Arm mit dem Strauß schnellt nach vorne, bis er auf Schulterhöhe ausgestreckt ist (und dafür hat man vorsorglich Platz geschaffen, man stelle sich nur vor, man stünde jetzt direkt an der Tür...). Und jetzt kommt das alles Entscheidende: die Übergabe muss auch mündlich vollzogen werden. Es gilt, das eine Wort zu sagen, dass den Moment zu einem Perfekten macht:

"DA!"

So muss es sein und nicht anders. Gelernt vom Joe in der Tanzschule Neubeck im Jahre des Herrn 1983 oder so.