2026-05-02 Heimreise

2026-05-02 Heimreise

So eine Heimreise nach zwei Wochen Urlaub ist erfahrungsgemäß mit einer kleinen Traurigkeit verbunden. Besonders schlimm ist das logischerweise, wenn man Portugal verlässt, denn dort ist das ein Lebensgefühl, welches für den Portugiesen identitätsstiftend ist, die Saudade. Übersetzen kann man das nicht und ich will mich auch gar nicht als Schlauberger hervortun, aber die entsprechende Stimmung vorausgesetzt (oder das eine oder andere Glas Portwein intus), wird man das auch so verstehen...

Andererseits freu ich mich auf eine frisch gewaschene Wäsche. Das wiederum ist ein Gefühl, für das das Portugiesische keinen speziellen Begriff hat (das Deutsche auch nicht), und trotzdem ist es angenehm.

Ich werde vielleicht noch einen Post darüber schreiben, was die Ausrüstung betrifft und welche Irrtümer auch dieses Mal das Gepäck beschwert haben. Für den Moment nur soviel: mit den Tagen entsteht eine gewisse Schlonzigkeit, die sich mit Handwäsche nicht mehr entfernen lässt. Aber etwas Frisches für jeden Tag mitzunehmen, ist auch irgendwie gaga. Also akzeptiert man es, wie es ist, ohne sich so richtig daran zu gewöhnen.

Jedenfalls fahren wir in Faro zum Flughafen, lassen uns nach Lissabon fliegen und von dort weiter nach München. Wenn man dann den Bregenzerwald sieht, kurz darauf über das Blaue Land fliegt und die vertraute Landschaft sieht, dann denkt man, dass es auch zuhause wieder schön ist.

Und das ist ja der Sinn des Urlaubs: wegfahren, damit man sich wieder über das heimkommen freut!